Vorschau

figurationen 01/2018: Privatheit/Privacy
Gasteditorin: Barbara Naumann

„Privatheit“ ist ein Krisenbegriff geworden, sobald man ihn im Kontext des Netzzeitalters, der sozialen Medien, der Überwachungskameras oder der privaten Kamera-Drohnen betrachtet. In den 1960er und 1970er Jahren galt der provokant und politisch engagiert gemeinte Satz: Das Private ist das Öffentliche. Doch auch diese Zeiten sind vorbei. Sowohl Privatheit als auch Öffentlichkeit sind destabilisiert und einander weder diametral gegenüber gestellt noch identisch. Einmal mehr stellt sich die Frage: Was ist das Private? In welchen Formen, mit welchen Konsequenzen wird es gelebt und erlebt? Gibt es eine Sehnsucht nach Privatheit, auch wenn das Private freiwillig medien-öffentlich zur Schau gestellt wird?  Welche historischen Aspekte der Privatheit weisen Aktualität auf? Die Umcodierung des Privaten unter veränderten gesellschaftlichen und kommunikativen Bedingungen dauert an. 

Das Heft untersucht mit Beiträgen von Hamid Ekbia, Thomas Macho, Philipp Sarasin, Maren Scheurer, Wolfgang Schmale, Sandra Seubert, David Wagner und Sophie Witt historische und gegenwartsbezogene Aspekte der Privatheit aus soziologischer, mediologischer und ästhetischer Perspektive.

 

figurationen 02/2018: Körper/Zeichen – Body/Signs
Gasteditorin: Sophie Witt