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figurationen 01/2020: Essay

Editor*innen: Georges Felten, Barbara Naumann

Warum einmal mehr der Essay? In den 1950er Jahren hatte Adorno als „innerstes Formgesetz des Essays die Ketzerei“ bestimmt. Nach wie vor ist der Essay eine Form, die aus einer oftmals provokanten Zwischenstellung Funken zu schlagen weiß: zwischen Wissenschaftsprosa und Dichtung, zwischen Philosophie und Journalismus, zwischen Begriff und Metapher, zwischen Wahrheit und Fiktion … Als eine Form, die keine ordentliche Gattung ist, tritt der Essay mit dem Anspruch auf, über alles und jedes Aussagen treffen und jeden erreichen zu können. Gerade dies macht seine Aktualität und Attraktivität aus – und zugleich seine Problematik. Essays werden überall und in jeder Stillage geschrieben. Nicht zuletzt legen die auf Blogs geradezu inflationär wuchernden personal essays nahe, dass der Essay erneut als eine ebenso bewunderte wie umstrittene Form diskutiert werden kann. Dies unternimmt das vorliegende Heft.

Georges Felten ist Oberassistent am Deutschen Seminar der Universität Zürich.

Barbara Naumann ist Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Zürich.

 

figurationen 02/2020: Ästhetik der Mathematik/
Aesthetics of Math

Gasteditorin: Sonja Hildebrand